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Hans Carell

Hans Carell
Hans Carell

Geb. 21.08.43 in Gelsenkirchen. Im Alter von 4 Jahren von Gelsenkirchen nach Bad Salzuflen übergesiedelt. Seit dem immer in Bad Salzuflen gewohnt, und zwar in verschiedenen Ortsteilen, in Schötmar bis 1973, dann bis 1991 in Retzen und bis heute in Wülfer-Bexten.
 
Hans Carell über Hans Carell:
Das erste mal kam ich mit 5 Jahren bei einem Kuraufenthalt mit dem Schauspielern in Kontakt. Der Kreis Lippe schickte mich, man glaubt es kaum, wegen Untergewichtigkeit zur Kur nach Amrum um zuzunehmen, was auch gründlich gelang und von dem ich mich bis heute nicht erholt habe, denn ich kämpfe bis heute mit meinem Gewicht. In dem dortigen Kinderheim Haus Detmold, führten wir zur allgemeinen Belustigung und zum Zeitvertreib kurze Stücke auf. Die immer toll von den Zuschauern aufgenommen wurden.
 
Wieder zurück in Schötmar wurden die Erfahrungen mit dem Schauspielen sofort weiter gegeben. Mit meinen Freunden, die im Garten einen herrlichen Schuppen hatten, studierten wir eigene Stücke ein und führten sie den Nachbarskindern gegen ein kleines Eintrittsgeld vor. Der Erlös dieser Schauspielerei ging dann aber leider nicht in die Weiterentwicklung unserer Kunstfertigkeit sondern er wurde in herrliches Eis investiert. Eine tolle Erfahrung, dass Schauspielen einen wunderbar kühlen, süßen Geschmack auf der Zunge hinterlässt und sich nach kurzer Zeit verflüchtigt.
 
Nach der kurzen aber heftigen Episode geriet die Schauspielerei mit Schule, Beruf, Frau und Kindern bis zu jenem Zeitpunkt in Vergessenheit, da in Retzen zur Gründung der Retzer Bühne aufgerufen wurde. Sofort war wieder der Drang auf die Bühne zu klettern da, meine Frau und ich traten direkt bei der Gründung der Retzer Bühne bei und sind ihr bis heute treu geblieben, ich auf und meine Frau hinter der Bühne.
 
Es macht mir riesigen Spaß auf der Bühne zu stehen und zu sehen, dass das Publikum gefallen an unserem Spiel findet, lacht und begeistert klatscht. Wenn wir dann nach der Vorstellung alle auf der Bühne stehen, uns an den Händen halten und das Publikum sich mit Klatschen für unsere Mühen bedankt, ist es ein Gefühl, dass schwer zu beschreiben ist. Es ist als wenn wir alle, Schauspieler und Publikum, zu einer Einheit verschmolzen sind. Nachdem wir uns in diesen 2 Stunden gegenseitig getragen, miteinander gelitten und gelacht haben fühlt jeder, dass es ohne die Anderen Stümperei geblieben wäre.
 
Ihr Hans Carell